Bericht vom 24. Bornsdorf Triathlon am 29.5.10


Der Wetterbericht sagte einen sonnigen Samstag voraus, also packte ich am Freitag meine Siebensachen- nebst NEO und dicken Socken- ein. Der erste TRIathlon des Jahres rief in den Spreewald!

Und tatsächlich strahlte am Morgen eine, allerdings leicht vernebelte Sonne. Ziemlich allein auf den Strassen durch eine grüne, frisch gewaschene Natur landete ich am Bornsdorfer Waldsee, etwa 10km südlich von Luckau. Kaum hatte ich die Autotür offen, umschwirrten mich ein Dutzend Mücken. Überall stand Wasser auf den Wiesen und Grasflecken. Auch die Laufstrecke sollte sich als teilweise feuchte und schlammige Angelegenheit entpuppen.

Um elf Uhr war der Start der Kurz- und Sprintdistanz angesetzt. Zum ersten Mal seit Anfang September quälte ich mich in den Neoprenanzug. Immerhin waren 16,5°C Wassertemperatur angesagt. Auch um mich herum fluchten alle- nicht sosehr über die Kühle-sondern über den überflüssigen Winterspeck, den es im Anzug zu verpacken galt. Mit gegenseitigem Beistand war es geschafft und das Startsignal schickte etwa 80 Aktive ins Rennen. Die Strecke war etwas verkürzt worden. Die Sprinter mussten 500m und die Kurzen 1000m schwimmen. Nach kurzer Gewöhnphase schwamm ich gleichmäßig und kraftvoll wie in der Halle bei 28°C. Ich hatte meine dickste Badekappe aufgezogen, daher konnten mich mehrere Kopfnüsse an der Wendeboje auch nicht aus dem Konzept bringen. Ich registrierte nur- aha- die Hälfte der Strecke ist also absolviert. Der Sprint in die Wechselzone trocknete den Körper und so verzichtete ich auf die dicken Socken. Da relativ wenige Teilnehmer unterwegs waren, kam man sich beim Radfahren ziemlich einsam vor. Und so war ich dann auch irritiert, als ich nach zehn Kilometern auf die B96 auffuhr…kein Posten und keine Streckenmarkierung sagten mir, ob ich noch auf der Strecke war.

Aber mein Bauchgefühl brachte mich wohlbehalten zum Waldsee zurück. Ich schlüpfte in die weissen (!) Laufschuhe und begann den Kampf mit den schlammigen Waldwegen. Teilweise waren diese mit Sand abgedeckt, aber durch die Tiefe der Fahrrinnen der berühmte Tropfen auf dem heissen Steine. Nach 1:23:42 h taumelte ich durchs Ziel, der erste “richtige “ Triathlon war absolviert.

Auch meine Leipziger und Randleipziger Kameraden schlugen sich prächtig. Christoph Paul Clauss belegte bei den Junioren in 1:08:16 den ersten Platz und auf der Kurzstrecke verpasste Olaf Überschär nur um 11 sec den Gesamtsieg.(2:05:37)

Sport Frei
Bernd Barnikol-Veit
30.05.2010

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