Bericht vom "Stausee"-Triathlon in Schönheide am 31.7.2010
Malerisch auf den Höhen des Vogtlandes thront die Gemeinde Schönheide. In fast 720m Höhe liegt ein gepflegter Sportplatz,
auf dem sich jedes Jahr die unerschrockenen Kaltwasserschwimmer unter den Triathleten versammeln. Denn der Clou der Veranstaltung
ist das Schwimmen in einem Waldteich, der sich auch im Hochsommer selten auf 18 Grad erwärmt. Dieses Jahr allerdings war durch
die starken Niederschläge die Temperatur am Rande 17 Grad und in der Mitte wohl …15 Grad. Das allerdings wurde erst nach dem
Wettkampf zugegeben.
Ich wunderte mich bloß, dass so viele Sportfreunde mit Neo aufliefen(?). Dann wunderte ich mich nicht mehr, sondern stellte
nach dem Startsprung fest, dass mein Körper rapide unterkühlte. Mit zusammengebissenen Zähnen drehte ich die zwei Schwimmrunden
und stakste mit steifgefrorenen Beinen zum Drahtesel. Die ersten Kilometer ging es immerhin nur bergab, sodass der Körper
etwas auftauen konnte. Auf welligem Terrain verlief eine Pendelstrecke am Ufer der Mulde entlang, dann zurück nach Schönheide.
Dort galt es dann, sich von 530m Höhe innerhalb 2,5 km auf knapp 720m hochzuschrauben. Ich verfluchte die letzten Streuselschnecken
und Windbeutel und gelobte mehrmals im Stillen, enthaltsamer zu leben. Denn einige Sportfreunde flogen wie am Seil gezogen an mir vorbei.
Völlig ausgepumpt ereichte ich die Wechselzone und überlegte ernsthaft, ob ich überhaupt noch auf die auch nicht gerade flache Laufstrecke
gehen sollte. Dann lief es aber doch von Meter zu Meter besser und am Schluss erreichte ich noch den zweiten Platz in der erweiterten
Altersklasse.
Die Sonne schien, der Kuchen duftete und die Bratwürste brutzelten am Imbiss vor sich Hin…. Aber ab morgen wird solide gelebt!!
Sport frei
Bernd Barnikol-Veit
02.08.2010
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