22. LVB Triathlon am 24.07.2005
von Ina Sethmacher

Mehr als 1000 Sportbegeisterte brachten beim Traditionswettkampf am Kulkwitzer See das Wasser zum Kochen. Nicht wenige davon aus unseren Reihen – gut zu erkennen, da viele schon in der neuen Vereinskleidung starteten.
Obwohl die vorangegangenen Tage eher herbstlich anmuteten und wohl kaum jemand den Versprechungen des deutschen Wetterdienstes glaubte, der wunderbares Sonntagswetter vorhersagte, war Clärchen uns wohlgesonnen und schob pünktlich zum Start der olympischen Disziplin die Wolken zur Seite. Was jedoch beim Schwimmen und auf der schönen flachen, allerdings recht windlastigen Radstrecke so positiv wirkte, steigerte sich auf den Laufrunden für viele für viele zur enormen Belastung. Die Sonne heizte allmählich den Parcours auf fast 30°C auf und das haute so manchen Kreislauf um. Die allgemeinen Laufzeiten in den Ergebnislisten sprechen da für sich. Mit einer weiteren Verpflegungsstelle am Wendepunkt der Laufstrecke hätte man sicher der Hitze etwas besser widerstehen können. Trotz dieses Wetterhandicaps hielten jedoch alle Vereinskollegen durch und kamen nach einem recht harten Wettkampf ins Ziel.
Unschlagbar bei den Frauen in der Gesamtwertung war natürlich Topfavoritin Nicole Leder. Ihr Ehemann Lothar musste sich nach 5jährigem Dauersiegeszug dem ewigen Konkurrenten Ronny Dietz geschlagen geben. Gerade wir Frauen hoffen, dass das Herrn Leder nicht von einer erneuten Teilnahme im kommenden Jahr abhalten wird. Von so einem Modellathleten lassen wir uns doch immer sehr gern überholen.
Am Ende konnte unsere Abteilung mit hervorragenden Ergebnissen besonders in den Altersgruppenplatzierungen aufwarten. So belegten zum Beispiel Kathrin Bogen, Karin Lucks, Birgit Sägert, Jens Mahler und Bernd Barnikol-Veit auf der olympischen Distanz jeweils die ersten Plätze in den Altersgruppen. Auf der Jedermann-Strecke konnten Martin Voigt und Julia Tempel sogar den Gesamtsieg für sich verbuchen.
Rundum war die Stimmung am Kulkwitzer See wieder einmal fantastisch. Die kurzen Streckenabschnitte waren zwar für die meisten Athleten etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch für die zahlreichen Zuschauer und Begleiter sehr kurzweilig. An dieser Stelle möchte ich den Organisatoren vom Leipziger Triathlon e.V. für die hervorragende Organisation ein dickes Danke sagen. Auch wenn Moderator Andreas Clauß mit einer Zahl von 120.000 Zuschauern sicher ein ganz kleines bisschen übertrieb, war es doch ein großes Sonntagsspektakel.

Klarer Sieg für Martin Voigt (18) und Julia Tempel (19) im Sprint sowie sensationeller 3. Platz von Frank-Peter Müller (22) beim olympischen Triathlon nach einem mutigen Doppelstart.
von Jens Mahler

Für mich war nach dem erstmaligen Sieg von Ronny Dietz über Lodl der herausragendste Athlet vom Wochenende - Frank-Peter Müller! Nachdem er für alle überraschend als erster aus dem brodelnden Kulki stieg, merkte wohl keiner, dass er bereits 24 Stunden vorher beim Alpentriathlon - eine der härtesten Kurzstrecken in Deutschland - für das Bundesligateam zahlreiche Körner gelassen hatte. Ich habe mir ähnliches selbst 1992 mal angetan, Sonnabend 1. in Suhl und Sonntag 3. Platz in Borthen hinter Jacki Heiner und Reinhard Petzold, auf jeweils ordentlich profilierten Strecken. Ich kann das ganz gut nachvollziehen und schätze seine Leipziger Leistung deshalb noch viel höher ein.
Frank hat ganz sicher eine super Form, denn für mich sah er auf der Laufstrecke noch total frisch aus. Glückwunsch für das Top-Resultat und den Mut zum Doppelstart!
Interessant: Er ist aktueller Europameister im Wintertriathlon seiner Altersklasse!!!

Eine Augenweide für alle Laufexperten war der 5 km Sieg-Lauf von Martin Voigt beim Sprinttriathlon. Nachdem Oliver Bräunig als erster die 500-Mann-Meute von der Rad- auf die Laufstrecke führte, lief Martin im Expresstempo zur Tagesbestzeit und zum überlegenen Sieg. Einen Ausdruck der Anstrengung suchte ich vergebens in seinem Gesicht.
Da bin ich heute schon gespannt, wie sich die jungen Wilden später auf der olympischen Strecke schlagen.

Übrigens: 10% der 350 Finisher des olympischen Triathlons waren Mitglieder aus den Reihen der Triathleten des SC DHfK.



Bei den Bilder habe ich versucht möglichst Jeden einmal mit in die Galerie reinzunehmen. Aufgrund von Speicherkapazitäten sind hier meine Möglichkeiten begrenzt, deswegen auch bloß in der Größe und in der niedrigen Auflösung. Es bestehen jedoch noch einige Bilder mehr, auch in guter Qualität. Also wer Interesse daran hat, der soll sich bitte mit mir in Verbindung setzen. Mail
Grüße, Webmaster.