Triathleten im Trainingslager auf Mallorca vom 25.3.-1.4.2007
Um es gleich vorweg zu sagen: Ja, dass Wetter war genauso warm oder kalt wie in Deutschland, auch ein wenig Regen war dabei, aber Triathleten sollten nicht unterschätzt werden: So wurde einfach der ein oder andere Fahrrad-Shop von seiner „Winterbekleidung“ befreit und los ging es zur fünf Stunden-Ausfahrt.
Und überhaupt, wer braucht schon Wetter, ob gut oder schlecht, denn am Ende vom Trainingslager zählt nur ein Wert und das sind die gefahrenen Kilometer, besser noch mit Angabe der gestrampelten Höhenmeter, nur so wird man zum König des Trainingslagers.
Das Beste aber ist, dass diese gefahrenen Radkilometer auf wirklich gut ausgebauten und landschaftlich reizvollen Straßen zurückgelegt werden können . Und dies natürlich nicht alleine sonder mit gleichgesinnten, mit Menschen, mit denen man gerne zusammen ist, weil eine gewisse Ebene vorhanden ist, die einen verbindet: hier sind es Sportler, die ihren Körper trainieren, sich gesund ernähren und zusammen eine schöne Zeit ohne Stress verbringen, etwas erleben, was will man mehr im Leben?
Wie aber sieht es mit der Praxis aus?
Ein typischer Trainingslager-Tag für Triathleten und solche, die es werden wollen:
Eine kurze Vorbemerkung: Nach dem Einchecken am Flughafen haben sich die Themen, über die sich Sportler im Trainingslager unterhalten, stark eingeschränkt.
Hier die wichtigsten Themen:
1.Wettkämpfe aus dem letzten Jahr bzw. geplante Wettkämpfe (mit Bestzeiten)
2. Persönliche Trainingsumfänge (immer wenig trainiert und dann doch 2.Platz)
3.Alles was mit Fahrradtechnik und neuen Komponenten zu tun hat
(Karbonflaschenhalter,8g)
Ein typischer Trainingslager-Tag beginnt natürlich am Frühstücks- Buffet, so auch bei uns.
Gemeinsam an unserem 12 Personen-Sportler-Tisch wurde die Grundlage für die bevorstehende Tour gelegt. Zu erkennen sind Tische von Ausdauersportlern an großen Bergen von verschiedensten Nahrungsmitteln. Diese verschwinden dann teilweise und heimlich in Servietten eingewickelt in den Trikots der Sportler. Die wichtigste Frage aber: Wo fahren wir heute hin bzw. wie wird das Wetter?
Berge oder flach, kurz oder doch lang, eine geführte Tour oder auf eigene Faust los. Ich kann nur sagen: Für jeden Anspruch ist etwas dabei und Mallorca ist ideal zum Trainieren, da die Insel jedem Anspruch gerecht wird. Also, heute nur was „kurzes und leichtes“ heißt übersetzt: 145 Kilometer mit 1300 Höhenmetern und ein kleiner Berg!
Alles kein Problem, denn das Hotel hat einen angeschlossenen Wellnessbereich mit allem, was das Herz begehrt bzw. die Oberschenkel zur Regeneration brauchen. So konnten wir in der Sauna im Whirlpool oder bei einer Massage zu neuen Kräften kommen, um das bevorstehende Abendessen zu meistern.
Auch beim Abendessen wurde einiges an Strecke zurückgelegt, um sich mit immer neuen und kohlenhydratreichen Speisen vom sehr reichhaltigen und sportlergerechten Buffet einzudecken. Für den Schokoladenkuchen wurde dann schon mal eine extra „Laufeinheit“ gemacht.
Der Gesprächsstoff beim Abendessen sind die Erlebnisse von der Radausfahrt, aber auch Fragen die die Welt bewegen: Sind Vegetarier eigentlich die besseren Menschen?
Natürlich wird sich auch beim Radfahren unterhalten, aber das gemütliche gemeinsame Zusammensitzen am Abend mit ein wenig Rotwein (gut für das Herz) und ein bisschen Bier (ist ja isotonisch) ist doch entspannter.
Ja, so ein Tag im Trainingslager ist schon ausgefüllt und bis zum Ruhetag ist es noch weit.
Apropos Ruhetag, Ruhe hat nur das Rennrad, nun müssen die Laufschuhe und die Schwimmbrille ran. Da aber in so einem Trainingslager alle gleich sind, fällt dies überhaupt nicht auf, ist doch super.
Und so konnten wir gemeinsam schöne und glücklicherweise unfallfreie Trainingsausfahrten auf Mallorca erleben uns näher kennen lernen.
Also, bis zum nächsten Jahr, denn: Nach dem Trainingslager ist vor dem Trainingslager :-)
Euer
Marcel Rodepeter
09.04.07