Bianca Bogen beim Triathlon Weltcup der Elite in China erfolgreich

Triathlon

Foto: Tom Kastner

5./6. Mai 2018 Chengdu 

Beim Triathlon in China startete Bianca Bogen als 19-jährige erstmals beim Weltcup der Elite. Auf der langen Anreise mit erheblichen Kosten, die das Kaderbudget aufbrauchten, sprach sich Bianca extra Motivation zu. Aber es kamen auch Zweifel: reicht meine Form um in der Weltspitze bestehen zu können?

Am Sonnabend galt es über 750 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf mindestens Platz 14 zu erreichen, um sicher im Finale am Sonntag zu sein. Voll konzentriert belegte Bianca in der Vorrunde in ihrem Triathlon sicher Platz 7, ohne an ihre Leistungsgrenze gehen zu müssen.

Im Supersprintfinale am Sonntag nutzte Bianca ihre Schwimmstärke und konnte durch einen schnellen Wechsel auf das Führungstrio aufschließen. Zu viert wurde auf der 10 km Radstrecke der Abstand zum Verfolgerfeld vergrößert. Durch erneut schnellen Wechsel ging Bianca noch vor der späteren Siegerin Emma Jeffcoat (Australien) und Tamara Gorman (USA) auf die anschließende 2,5 km lange Laufstrecke und ist über ihren erreichten 4. Platz glücklich. Zur Japanerin Fuka Sega und zum Podest fehlten nur wenige Sekunden.

Entsprechend den Nominierungskriterien der DTU ist Bianca Bogen mit ihrem sehr starken Weltcup Debüt in der ITU World Triathlon Series 2018 startberechtigt und für das erste Rennen der Accenture World Triathlon Mixed Relay am 7. Juni in Nottingham (GBR) neben Laura Lindemann (Potsdam) und Anja Knapp (Dettingen) nominiert. Pro Nation besteht die Mixed Relay aus 2 Frauen und 2 Männer im Team. Es startet eine Frau, sie wechselt nach ihrem kompletten Supersprinttriathlon auf den ersten Mann, dieser nach seinem Triathlon auf die zweite Frau vom Team und diese auf den Schlusstriathleten, der nach seinem Triathlon ins Ziel läuft. Da die Leistungsdichte enorm eng ist, darf auf der Radstrecke im Windschatten gefahren werden. Wie im Biathlon das Schießen, ist in der Team Relay jeder Wechsel zwischen den drei Disziplinen richtig spannend. Wenige Sekunden können entscheiden, z.B. eine Radgruppe nicht zu erreichen, die dann gemeinsam Vorsprung herausfährt.

Gelingt dem Deutschen Team in Nottingham ein vorderer Platz ist damit ein wichtiger Schritt zur Olympia Qualifikation in der Team Relay gemacht. Wir drücken die Daumen!