Marco beim STONEMAN MIRIQUIDI

Triathlon

STONEMAN MIRIQUIDI: MTB-Tour durch das märchenhafte Erzgebirge

 

Nachdem ich vor 5 Jahren das erste Mal vom Stoneman Miriquidi Wind bekam, war nun am vergangenen Wochenende endlich die Zeit gekommen, die grenznahen Gipfel des Erzgebirges zu erklimmen. Ziel: 2 Länder, 9 Gipfel, 162 km & 4.400 hm an 2 Tagen.

Ich traf mich ca. 8:00 Uhr mit einem radbegeisterten Sportfreund am Best Western Ahorn Hotel in Oberwiesenthal, um unsere Starterpakete (Stempelkarte, Trinkflasche, Karte, etc.) abzuholen.

Eine halbe Stunde später saßen wir dann endlich auf unserem MTB und verließen O-Thal in nördlicher Richtung. Die ersten Kilometer durch den Wald waren hauptsächlich abschüssig und führten entlang der Talsperre Cranzahl wieder hinauf auf den ersten Gipfel des Bärensteins (898 m). Anschließend gings wieder zügig runter ins Pöhbachtal. Im markanten Waldhufendorf Königswalde begann der 300 m hohe Anstieg zum Pöhlberg (834 m). Absolutes Highlight war dabei der steile und vor allem steinige Anstieg auf der alten Bobbahn mit ihren Natursteinwänden. Nach einer kleinen Stärkung im Berghotel meisterten wir als nächsten Gipfel den Scheibenberg (807 m), mit seinen charakteristischen Basaltsäulen „Butterfässer“.

Nun folgte mit 34 Kilometern die längste und mit 980 Höhenmetern anspruchsvollste Etappe des Tages. Über Pöhla, Rittersgrün entlang der deutsch-tschechischen Grenze ging es hinauf nach „Halbmeile“ (Symbol zur Versöhnung von Deutschen und Tschechen). Auf der Kammhöhe erreichten wir entspannt den Rabenberg (913 m) mit dem ersten Single-Trail-Park Deutschlands.

Nach einer längeren Pause ging es über zwei knackige Anstiege hoch zum Auersberg (1.019 m). Mit der Zeit im Nacken passierten wir während der Abfahrt das faszinierende Hochmoor „Kleiner Kranichsee“, kreuzten die deutsch-tschechische Grenze in Potůčky und nahmen den ersten Gipfel auf tschechischer Seite, den Blatenský vrch (Plattenberg 1.043 m), in Angriff. Tückischer Weise waren die letzten 1.000 Meter ziemlich steil und führten über felsigen Untergrund.

Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann schließlich mit dem Plešivec (Plessberg 1.028 m) unseren 7. Gipfel des Tages. Nach einer Nettofahrzeit von 8:24 h, 122,5 km und 3.269 hm checkten wir im vorher reservierten Berghotel ein und regenerierten stolz an der Hotelbar.

Nach einer kurzen Nacht und wohl gestärkt rauschten wir über die neu angelegten Trails ins Tal. Es folgten ein leichter Zwischenanstieg nach Mariánská und eine flowige Abfahrt ins Joachimsthal, bevor mit dem 600 Höhemetern längste Anstieg der Tour anstand. Nach den ungefähr 10 Kilometern bergaufwärts belohnten wir uns mit einer super Aussicht vom höchsten Gipfel des Erzgebirges, dem Klínovec (Keilberg 1.244 m). Um die Tour komplett zu machen ging es über die Rubin-Trails Richtung Boží Dar und wieder hinauf zu Sachsens höchsten Punkt, dem Fichtelberg (1.215 m).

Ein paar Wiener und eine Soljanka später preschten wir zurück nach O-Thal, zeigten an der Hotelrezeption unsere vollständig gelochten Stempelkarten und wurden mit der Stoneman Miriquidi Trophäe Mountainbike, bestehend aus einem exklusiven Holzsockel, der stählernen Stoneman-Figur und einem Stein (Gold 1 Tag – Silber 2 Tage – Bronze 3 Tage), geschlagen aus dem Erzgebirgsfels, belohnt. (Marco)

Auf dem Keilberg

Auf dem Scheibenberg